Praktikantenblog #1: Plötzlich im Paradies…?

Regenzeit in Khao Lak

Hallo, ich bin Marie (24) und vor gut einer Woche zog es mich für ein dreimonatiges Praktikum nach Khao Lak und zum Team von Similan Charter & Tour. Die Entscheidung dafür wurde ziemlich spontan getroffen. Etliche Vorbereitungen und Organisationen mussten entsprechend zügig und unter viel Zeitdruck erledigt werden. Die Zeit bis zum Abflug verging extrem schnell und schon bald fand ich mich am Flughafen von Phuket wieder. Das traf auf mein Gepäck allerdings noch nicht zu. Mir wurde jedoch sehr schnell geholfen und versichert, dass man mir den Koffer am nächsten Tag zusenden würde. Am nächsten Vormittag traf mein Gepäck wie versprochen und unversehrt im Büro ein. Darüber hinaus wurde ich von zwei meiner Kollegen abgeholt. Wir fuhren direkt zum Hauptsitz von Similan Charter & Tour, wo ich auch ein Zimmer im Nebenhaus beziehen durfte. Dieses ist sehr geräumig, ich habe ein eigenes Bad; der ab und zu gewünschten Privatsphäre steht also nichts im Weg. 

Erste-Hilfe-TrainingMeine anderen Kollegen begrüßten mich sehr herzlich. Sie sorgen sich stets um mich. Manchmal kommt es mir so vor, als lebe ich bei einer richtigen Gastfamilie. Die Atmosphäre untereinander ist meinem Gefühl nach genauso harmonisch. Man ist stets auf das Wohl seiner Mitarbeiter bedacht – und nicht weniger auf das der Kunden. In der ersten Woche fand deshalb beispielsweise ein Erste-Hilfe-Training statt, am nächsten Tag wurde ein Großeinkauf in der örtlichen Apotheke getätigt, um die Erste-Hilfe-Sets für die einzelnen Boote vorzubereiten.

An anderen Tagen wurde mir der Ablauf des Unternehmens verständlicher gemacht, das Online-Marketings zur Kundengewinnung erklärt und auch die aktuellen Probleme der Branche in Khao Lak erläutert. Als erste Amtsaufgabe übernahm ich die Übersetzung eines Flyers für eine Charity-Organisation, die sich für den weltweiten Hai- und Meeresschutz einsetzt. Für diese und ähnliche Aufgaben erhielt ich einen eigenen Schreibtisch im gemeinschaftlichen Büro, was sicherlich nicht bei jedem Unternehmen der Fall oder selbstverständlich ist.

Regenzeit in Khao LakDa die Hochsaison in Thailand aber erst bevorsteht, habe ich noch viel Zeit, mich zusätzlich z.B. ein wenig über Land und Leute zu belesen, die ersten Worte Thai zu lernen, oder ganz einfach etwas Abstand zum hektischen und durchorganisierten Leben in Berlin zu gewinnen und so auch mal zur Ruhe zu kommen. Von der großstädtischen Schnelllebigkeit ausgebremst zu werden, war insofern am Anfang etwas schwierig, letztlich aber sehr erfrischend.

Einen Beitrag dazu leistet außerdem die Ruhe der hiesigen Ortschaft selbst als auch das bis jetzt noch recht bescheidene Wetter – die Regenzeit ist noch nicht überstanden. Aus diesem Grund war es noch nicht möglich, beispielsweise den Strand ausgiebig zu erkunden oder die angebotenen Touren zu inspizieren.

In dem Sinne lässt das Paradies doch noch auf sich warten, aber die Vorfreude steigt!