Praktikantenblog #2: Atemberaubend, Spektakulär, Aufregend…

So schnell können 5 Wochen vergehen – Wahnsinn! Im Vergleich zu meinem letzten Resümee hat sich zum Glück auch so einiges getan und ich darf mich an einige wunderbare Erlebnisse erinnern. 

Da wäre zum Beispiel ein verlängertes Wochenende auf Koh Prathong zu nennen. Auf dieser Insel betreibt Similan Charter & Tour auch ein eigenes Nature Resort – sehr gemütlich, ruhig und Mitten in der Natur. Da der Saisonbeginn kurz bevorstand, mussten noch einige (Luxus-) Zelte aufgebaut werden und ich nutzte die Gelegenheit, mitfahren zu können. Endlich konnte ich den endlosen Strand und das kristallklare Wasser in vollen Zügen genießen und einmal so richtig Sonne tanken, denn glücklicherweise hatte sich auch das Wetter mittlerweile gebessert. Die allabendlichen Sonnenuntergänge waren atemberaubend. Auch ein Ausflug in die einzige Savanne Thailands mit dem Jeep – zu dem Zeitpunkt noch von der Regenzeit geflutet – durfte nicht fehlen: Zumindest ich sah den Weg vor lauter Bäumen (und Wasser) nicht.

 

Ein weiteres Highlight war das Stattfinden des „Vegetarian Festival“, was eigentlich eher mit Vegan Festival übersetzt werden müsste. Buddhisten tragen für 9 Tage ausschließlich weiße Kleidung, ernähren sich vegan und verzichten auf einige weitere Dinge. Einige von Göttern auserwählte Teilnehmer sind in dieser Zeit außerdem von einem jeweils einem bestimmten Gott besessen. Diese Auserwählten haben die Aufgabe, Krankheiten zu heilen, schlechte Energie oder schlechtes Karma sowie Leid von anderen Menschen und Familien auf sich zu nehmen bzw. zu absorbieren. Das geschieht durch Selbstkasteiung z.B. in Form von Durchstechen der Wangen mit metallischen Gegenständen, Erklimmen einer Leiter aus Schwertern oder Bewerfen mit Feuerwerkskörpern zum Vertreiben böser Geister. Ich meine, dass dieses Szenario wohl das Spektakulärste und gleichzeitig Verrückteste bei einem Fest war, was ich jemals gesehen habe.

Im Büro übernahm ich weiterhin das Übersetzen und Onlinestellen sämtlicher Informationstexte. Einen Tag fuhren wir nach Phuket und klapperten sämtliche Hotels ab, um sie als Partner und somit Kunden gewinnen zu können. Bevor die Saison starten konnte, übten wir bei einem Tour-Guide-Training außerdem, welche Anweisungen und Sicherheitshinweise wir unseren Kunden zukünftig bei den Touren vermitteln sollten – Schließlich steht Sicherheit bei uns an erster Stelle!

Nach einem Monat ging es dann endlich zum ersten Mal auf’s Speedboot. Zunächst für eine Testfahrt nach Koh Kam und bei der ersten offiziellen Tour zu den Similan Islands. Hier fand ich ein weiteres Mal echte paradiesische Landschaften vor. Die erste Tour verlief nahezu perfekt: Delphine begrüßten uns auf der Hinfahrt, wir sichteten eine große Schildkröte und Nemo fanden wir auch beim Schnorcheln – was will man also mehr?

Nach diesen ersten aufregenden Erlebnissen bin ich gespannt, was die nächsten Wochen wohl noch so mit sich bringen werden und wie das noch zu toppen sein soll.