Praktikantenblog #3: Praktikantenalltag

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Der dritte Monat meines Praktikums neigt sich fast dem Ende entgegen und somit wird es Zeit, ein drittes Mal von meinen Erlebnissen zu berichten.

Die letzten Wochen vergingen wirklich wie im Fluge. Mit dem Öffnen der Nationalparks und dem Beginn der Saison kamen auch die Urlauber und somit die Kunden für uns, wodurch sich die wöchentliche Anzahl der Tagestouren zusehends erhöhte. Es gab viel zu tun. Für mich bedeutete dies zu Beginn nur das reine Übersetzen von dem, was mein Kollege – der Tourguide – an Hinweisen und Informationen vermittelte und das auch nur für den Fall, wenn speziell die deutschen Kunden etwas nicht verstanden. Aber auch für alle anderen (Nicht-Deutschsprachigen) war ich meist der erste Ansprechpartner, falls etwas unklar geblieben war.

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Mit zunehmender Kundenzahl kam es auch schon mal vor, dass wir an einem Tag zwei Touren verbuchen konnten, sodass ich zum ersten Mal eine Tour alleine leiten durfte. Die anfängliche Nervosität legte sich zum Glück sehr schnell. Seitdem unser Tourguide aus gesundheitlichen Gründen ausfällt, übernehme ich die Leitung der Touren vollständig und bin somit für die Kundenbetreuung auf den Touren und sämtliche Briefings zu Sicherheit, Tagesablauf und Schnorcheln verantwortlich – sowohl auf Englisch als auch Deutsch. Mit der Zeit wurde ich immer routinierter. Aber die Kunden machten es mir auch nicht gerade schwer. Bis jetzt musste ich mir zum Beispiel noch keine Sorgen darum machen, dass jemand abhandengekommen wäre und die Kunden fanden sich stets zum verabredeten Zeitpunkt wieder am Strand oder auf dem Boot ein. Mit so zuverlässigen und dann auch noch zufriedenen Kunden arbeitet man doch gerne!

20151113_120712Wenn mal einen Tag keine Tour stattfand, so übernahm ich im Büro trotzdem weiterhin etliche notwendige Übersetzungen für Broschüren und Websites. Darüber hinaus genieße ich aber nach wie vor jede einzelne Tour zu den paradiesischen Inseln. Auch das Schnorcheln ist jedes Mal wieder ein Erlebnis; besonders natürlich, wenn ich Nemo endlich mal wieder ohne Hilfe des Tourguides oder der Bootboys gefunden habe, wir Besuch von einer Schildkröte bekommen, oder Moränen, Oktopusse oder auch mal einen Riff-Hai erblicken.

Auch wenn das ein oder andere Kunden-Feedback unbefriedigend ausfiel, was wirklich selten vorkam, so hatte ich zumindest auf den Touren immer ein gutes Gefühl und viel Spaß – auch mit dem Rest der Crew. Das war vor allem seit einem gemeinsamen Abend auf einer Mitarbeiter-Party zu spüren. Ein wenig Billard spielen und sich zum Tanzen auffordern lassen leistete sicherlich einen Beitrag dazu, dass das Eis zwischen mir und der Crew gebrochen wurde und jeder etwas mehr aus sich heraus kam.

Ein paar weitere Highlights waren dann beispielsweise noch das Season Opening Festival in Khao Lak, wo es alle Menschen aus ihren Häusern raus auf die Straße zwischen Bühnen und Buden zog und wohl jeder froh war, dass endlich mal etwas los war; oder das Loi Krathong-Lichterfest. Außerdem habe ich es nach langem Hoffen endlich auf den Markt in Bang Niang geschafft, um nicht mit leeren Händen in die Heimat zurück zu kehren. Auch an einen spaßigen Tag in Phuket, an dem meine Kollegin und ich unseren Chef nur zum Friseur begleiteten, erinnere ich mich gerne, vor allem da der kleine Ausflug mit einem großartigen Japanischen Buffet und Sushi-All You Can Eat verbunden wurde.

Nun bin ich gespannt, was meine letzten zwei Wochen in Thailand für mich bereithalten. Beispielsweise steht mir eine Woche Bangkok bevor, in der ich eine gute Freundin besuchen fahre. Bald geht es dann wieder in das winterliche und in Weihnachtsstimmung versunkene Deutschland zurück. Ich freue mich auch schon sehr drauf, wobei es auch nicht schlimm gewesen wäre, noch etwas länger hier zu bleiben.