Frühstücksbox & einige Tipps zur Vermeidung von Seekrankheit

FRÜHSTÜCKSBOX & EINIGE TIPPS ZUR VERMEIDUNG VON SEEKRANKHEIT

Wie beginne ich meinen Tag am besten, wenn ich auf Tour gehe & was kann gegen Seekrankheit helfen?

Zuerst einmal:
Wir empfehlen auf jeden Fall, den Tourtag mit einem ordentlichen Frühstück zu beginnen.

Ja, wir wissen, unsere Touren beginnen ziemlich früh (um Ihnen die bestmögliche Zeit an den Orten zu bieten;)), aber wir wissen aus eigener Erfahrung, dass es viel schöner ist, mit vollem Magen auf ein Boot zu gehen. Sie fragen sich, warum?

1. Sie brauchen Energie, denn wir verbringen einen Tag lang mit Sonnenbaden, Schwimmen und Schnorcheln, was sehr ermüdend sein kann.

2. Da Wellen auf einer Bootstour gängig sind, empfehlen wir gut zu frühstücken um nicht seekrank zu werden.

Nachdem Sie jetzt wissen warum es sehr wichtig ist zu frühstücken
hier noch ein Tipp wie Sie an das beste Frühstück kommen 😉

TIPP 1: Jedes Hotel, das Frühstück beinhaltet, bietet an Ihnen eine Take-Away-Box packen, wenn Sie eine Mahlzeit verpassen.

Fragen Sie einfach danach, wir sind sicher, dass sie nicht zögern werden, ihre Gäste glücklich zu machen.

Außerdem bieten wir ein kleines Frühstück (siehe Bilder unten) am Pier an, bestehend aus Kaffee, Tee, Obst, Toast und einigen anderen kleinen thailändischen Snacks.

Außer einem ordentlichen Frühstück, hier noch ein paar weitere Tipps, wie Sie Seekrankheit vermeiden können:

– Kommen Sie ausgeruht.
– Setzen Sie sich in den hinteren Teil des Bootes (we  niger holprig).
– Nutzen Sie die Gelegenheit ins Wasser zu springen (wenn Sie im Wasser sind, spüren Sie die Bewegung des Bootes nicht).
– Behalten Sie den Horizont im Blick.
– Trinken Sie viel Wasser!
– Trinken Sie Cola (Cola enthält Phosphorsäure und Zucker, die gleichen Inhaltsstoffe, die Sie auch in gängigen Medikamenten gegen Übelkeit finden).
– Nehmen Sie eine unserer angebotene Seekrankheitstabletten ein.

…und genießen Sie Ihre Tour! 🙂

 

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Auch wir bei Similancharter & Tour sind schon in Weihnachtsstimmung, auch wenn das bei diesen Temperaturen etwas schwerer fällt. 😀

Manchmal kann es um die Weihnachtszeit schon stressig werden, die letzten Geschenke besorgen, die Weihnachtstage planen und und und…schon mal daran gedacht wie es wäre Weihnachten oder die Festtage Cocktail schlürfend, die Wellen beobachtend, unter einer Palme zu genießen? Oder wie wäre es damit das neue Jahr mit einer unvergesslichen Tour zu starten, anstatt gleich nur an seine neuen Vorsätze zu denken?

Nein? Dann wird es Zeit! Es ist ja schon toll genug, die Feiertage im Bikini oder den Badesachen in Thailand zu verbringen aber wie wäre es mit einem relaxten Ausflug, in einer kleinen Gruppe, um die Feiertage zu einem umso aussergewöhnlicheren Erlebnis zu machen? So eine Tour ist ein Weihnachten oder Neujahrstag von dem man noch Jahre später erzählt.

Was macht einen Tag zu etwas besonderen, wenn nicht den Tag mit seinen Engsten zu verbringen und währenddessen die tolle Unterwasserwelt bei Surin zu begutachten, die einsamen Strände bei Koh Kam zu genießen oder im glasklaren Wasser bei Similan zu baden.

Auch für uns ist es keine Qual an den Feiertagen zu arbeiten, im Gegenteil, die Kunden sind gut gelaunt und uns macht es Spaß zusätzliche Feiertagsstimmung zu verbreiten, kann gut sein, dass man uns an unseren Weihnachtsmützen erkennt. 

Schaut einfach selbst:

…und das Beste ist, wir haben immer noch freie Plätze, also haltet euch nicht zurück sondern verbringt die Feiertag mit uns.

noch einmal Frohe Feiertage und rutscht nicht aus!

euer Similancharter & Tour team ♥

Die richtige Sonnencreme macht den Unterschied!

Koh Kam Saison Eröffnung

14/11/2019

Die Saison hat begonnen, und wir haben die erste Koh Kam Tour dieser Saison am Montag, den 4.11. durchgeführt! Die Sonne schien und wir genossen den Tag auf See beim Schwimmen, Sonnenbaden, Essen und der gemütlichen Bootsfahrt durch das geschützte Wasser um uns herum.

Wir sind stolz darauf, das einzige Speedboat-Unternehmen zu sein, das Touren in diesem faszinierenden und unberührten Nationalpark anbietet.

Lassen Sie uns Ihnen ein wenig über dieses gut gehütete Geheimnis erzählen, und warum jeder, der genug von Touristenmassen hat, uns auf der Tour begleiten sollte.

Kam Archipelago ist eine Gruppe von fünf Inseln, die zum Laem Son Nationalpark gehören, der 350 km2 an der Westküste der Provinzen Phang Nga und Ranong erstreckt. Diese sind noch nicht erschlossen und aufgrund ihrer nördlichen Lage von Phuket aus kaum von anderen als wenigen Einheimischen und uns besucht.

Mehr über diese schöne Destination erfahren Sie hier!

Das Juwel des Kam Archipels ist definitiv die Ao Khwai Lagune, was ins Deutsche übersetzt Büffel Lagune bedeutet. Thais benennen Inseln üblicherweise nach ihrem Aussehen, und die Form von Ao Khwai erinnert an die Hörner von Büffeln.

Auf unserer Koh Kam Tour verbringen wir 2 Stunden und essen auf dieser wunderschönen abgelegenen Insel zu Mittag. Es ist eine perfekte Zuflucht für jeden, der Erholung und wahre Paradieserfahrung sucht.

Während der 6-monatigen Regenzeit gibt es keine Besucher auf dieser Insel und die Meeresbedingungen sind rau. Aufgrund der Lage und Form zum offenen Meer sammelt diese wunderschöne Paradieslagune leider den gesamten Müll dieser 6 Monate, der von Strömungen und Wellen getragen wird. Wir von Similancharter & Tour helfen dem Nationalpark, die Plastikverschmutzung zu bekämpfen, indem wir Strandsäuberungen organisieren und Geisternetze (verlorene, vergessene oder achtlos entsorgte Fischernetze die frei im Meer treiben) um den Nationalpark sammeln. Hier können Sie über unsere neueste Strandreinigung lesen!

Koh Kam ist eine unvergessliche Entdeckungsreise. In der heutigen Welt gibt es einsame Strände im tropischen Paradies nur noch in Social Media Feeds…… und im Laem Son Nationalpark.

Wir sehen uns dort!

Ein weiterer schöner Tag auf den Surin Inseln

24/10/2019

Hallo!

Grüße von den wunderschönen Surin Inseln! Egal wie oft man diesen Nationalpark besuchen, er bleibt immer wieder faszinierend, mit seinen unberührten Paradiesstränden, dem kristallklaren Wasser und den schönen Korallenriffen.

Schnorcheln in diesen Gewässern ist etwas, das man erleben sollte. Auf unserer heutigen Tour hatten wir sogar drei ganz spezielle Gäste dabei, die diese Destination zum allerersten Mal besuchen durften. Wir haben unsere neuen Traininees mitgenommen, um ihnen ihr Büro für diese Saison zu zeigen 😉

Ich denke, es wird ihnen gut gefallen!

 

Wir werden Plastikfrei!

Similancharter & Tour gibt mit Freude bekannt, dass wir ab der Saison 2018-2019 mit Plastik freien Touren beginnen! 

Mehrere tausend Kunden besuchen mit uns jede Saison die erstaunlichen Meeresnationalparks der Region Khao Lak. Aufgrund des tropischen und sonnigen Wetters wird jedem unserer Kunden empfohlen, auf unseren Touren viel Wasser zu trinken, was bedeutet, dass viele tausend Liter Trinkwasser jedes Jahr von unseren Kunden und Reiseleitern verbraucht werden.
Das bedeutet auch, dass Tausende von Einwegwasserflaschen im Müll landen und wenn wir bedenken, wie viele Flaschen am Ende zu Müll werden, wenn wir alle Kunden berechnen, die die Nationalparks in der Region besuchen….. WOAH!
Wir wollten diesen Wahnsinn beenden und werden auf unseren Touren fast das gesamte Einweg-Plastik entfernen und alle anderen Reiseveranstalter auffordern, das Gleiche zu tun!
Wir werden Einwegplastik wie Wasserflaschen, Tassen und Lebensmittelverpackungen durch Mehrwegmaterialien ersetzen und die Einweg-Plastiktüten durch biologisch abbaubare Optionen bei dem Müllsammeln an den Stränden ersetzen (JA, unsere Mitarbeiter sammeln während der Touren Müll an den Stränden!).

Wir freuen uns sehr darüber und hoffen, die Tourismusbranche in unserer Region so nachhaltig wie möglich zu verändern!

Wir heißen Sie herzlich wilkommen auf unseren Touren, lassen Sie uns gemeinsam etwas verändern!

 

Unser Kampf gegen Plastikmüll

15/10/2019

Die letzten Tage haben wir bei Similancharter & Tour den Nationalparks Surin und Koh Kam geholfen, ihre Strände zu reinigen, nachdem sie für die 6-monatige Regenzeit ohne Sorgfalt verlassen worden waren. In diesen Tagen sammelten wir mehr als fünfzig 100-Liter-Säcke mit Müll: Plastikflaschen, Schaumstoff, Angelausrüstung, Zahnbürsten, Feuerzeuge und viel unbekanntes Plastik. Auch wenn die Strände nach der Reinigung viel gesünder aussehen, blieb viel Mikroplastik zurück, da sie nicht von Hand aufgehoben werden kann.

Der größte Teil des Abfalls, den wir gesammelt haben, schien lokal zu sein, aber eine Studie des FitzPatrick Institute of African Ornithology an der University of Cape Town in Südafrika liefert neue Beweise dafür, dass die riesigen Müllplätze, die in der Mitte unserer Ozeane schwimmen, tatsächlich von Schiffen stammen, insbesondere von großen asiatischen Frachtschiffen, deren Zahl ständig zunimmt.

Auch wenn der größte Teil der Verschmutzung durch Meereskunststoffe von Schiffen kommen würde, müssen wir alle jeden Tag daran arbeiten, neue Möglichkeiten zu finden um die unberührten Meeresökosysteme zu erhalten. Wir von Similancharter & Tour sind bemüht, die Menge an Kunststoff in unseren Ozeanen zu reduzieren, indem wir alle Einweg-Plastikflaschen auf unseren Touren und in unserem Büro durch Mehrwegflaschen ersetzen. Wir ersetzen auch alle notwendigen Plastikmüllbeutel durch biologisch abbaubare und sorgen dafür, dass alle möglichen Abfälle ordnungsgemäß recycelt werden.

 

Hier einige Fakten über Kunststoff:

  1. Mehr als 480 Milliarden Kunststoffflaschen wurden 2016 weltweit verkauft. Das ist ein Anstieg von etwa 300 Milliarden in nur einem Jahrzehnt.
  2. Mehr als eine halbe Milliarde Kunststoffstrohhalme werden täglich auf der ganzen Welt verwendet.
  3. Rund eine Billion Einweg-Plastiktüten werden jährlich auf der ganzen Welt eingesetzt. Das sind fast 2 Millionen pro Minute.
  4. 16 Milliarden Einweg-Kaffeetassen werden jedes Jahr verwendet. Diese sind mit Kunststoff beschichtet, um die Innenseite zu laminieren und Kunststoffdeckel zu verwenden.
  5. Die Welt produziert jährlich mehr als 14 Millionen US-Tonnen Polystyrol (Kunststoffschaum). Allein dieAmerikaner werfen jedes Jahr rund 25 Milliarden Styroporbecher weg.
  6. Auf der ganzen Welt verteilen die Menschen jedes Jahr mehr als 4,5 Billionen Zigarettenkippen.

…und hier sind einige einfache Tipps zur Reduzierung der Menge an Einwegplastik.

  1. Verwenden Sie Mehrwegflaschen anstelle von Einwegflaschen.
  2. Bestellen Sie Ihre Getränke ohne Strohhalm.
  3. Tragen Sie Einkaufstaschen mit sich, um zu vermeiden, dass Sie bei einem spontanen Einkauf in einem Lebensmittelgeschäft keine Plastiktüte benötigen.
  4. Genießen Sie Ihre entspannende Kaffeepause zu Hause oder in einem Café, anstelle von TO GO!
  5. Kaufen Sie keine Lebensmittel, die in Styropor verpackt sind.
  6. Tragen Sie einen kleinen Aschenbecher bei sich, oder hören Sie einfach auf zu rauchen;)

So sah der Koh Kam Nationalpark aus, nachdem er 6 Monate lang ohne Obhut war.

Der verbliebene Mikrokunststoff, der nicht von Hand entfernt werden kann, ist nach wie vor ein großes Problem für unsere Ozeane.

Quellen:

https://phys.org/news/2019-09-ocean-plastic-ships.html

https://www.theguardian.com/environment/2017/jun/28/a-million-a-minute-worlds-plastic-bottle-binge-as-dangerous-as-climate-change

https://www.latimes.com/opinion/editorials/la-ed-straws-on-request-20180116-story.html

http://www.earth-policy.org/press_room/C68/plastic_bags_fact_sheet

https://www.greenmatch.co.uk/blog/2015/06/the-effects-of-paper-coffee-cups-on-the-environment

https://greendiningalliance.org/wp-content/uploads/2016/12/real-cost-of-styrofoam_written-report.pdf

http://www.beachapedia.org/Cigarette_Butt_Litter

 

me, myself and (tha) i # 4

Man gewöhnt sich an alles…

In Deutschland herrschen zur Zeit vermutlich Minusgrade. Ein Temperaturunterschied von mindestens 30 ° C machen es dem Körper sicherlich nicht leicht damit zurecht zu kommen. Dann diese tropischen Temperaturen und das ständige Schwitzen… Als ich im September angekommen bin habe ich ein paar Tage gebraucht, um mich daran zu gewöhnen. Ja, ich habe mich daran gewöhnt. Sogar so sehr, dass ich hier teilweise friere. Die Gäste auf dem Boot glauben es mir meistens nicht oder finden es vielleicht sogar lächerlich. Ich habe mich so sehr an die Temperaturen gewöhnt, dass mir kalt ist, wenn ich nach dem Schnorcheln aus dem Wasser komme und den Fahrtwind spüre. Nachts kühlt es ab (24 °C) ☺ In euren Vorstellungen sicherlich eine angenehme sommerliche Temperatur, die ihr euch herbeisehnt. Ich hingegen brauch bei den Temperaturen schon eine Jacke, um nicht auszukühlen. Die Klimaanlage steht auf 27 °C und selbst das ist manchmal zu kühl. Also was die Temperaturen angeht gewöhnt sich der Körper schon echt schnell daran.

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Wie sieht es mit dem Essen aus? Wenn du an thailändisches Essen denkst, was kommt dir als Erstes in den Sinn? Richtig, Reis. Das Hauptgrundnahrungsmittel ist Reis. Wenn ich auf Tour bin esse ich jeden Tag das gleiche Essen, ein Reisgericht. Um ehrlich zu sein: nach einem Monat konnte ich schon keinen Reis mehr sehen. Das Positive ist, ich muss mich nicht entscheiden, was ich essen soll, es gibt nur ein Gericht. Für mich schmeckt fast alles gleich. Reis und irgendwas mit Chilli ist immer dabei. Also, an das Essen kann ich mich hier absolut nicht gewöhnen. Morgens, mittags, abends – das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Dennoch bin ich hier sehr gut versorgt. Das Restaurant nebenan ist eine Salatbar. Die Besitzer sind gute Freunde geworden und das Restaurant mein zweites zu Hause.

Ich bin noch am Überlegen, was ich als erstes essen möchte, wenn ich wieder in Deutschland bin. Vermutlich irgendetwas mit Kartoffeln und Käse. Vielleicht einen Auflauf? Habt ihr Ideen oder wollt mich neidisch machen? Achja und noch etwas: Schokolade ist die beste Erfindung. Ich glaube so lange war ich noch nie auf Entzug. Aber sie schmeckt hier auch einfach nicht so gut wie bei uns.

Apropos daran gewöhnen. Ich hoffe, dass ich nicht allzu lange brauche, um mich wieder an den Rechtsverkehr in Deutschland zu gewöhnen. Das könnte sonst das ein oder andere Mal in einer Geisterfahrt enden.

me, myself and (tha) i #3

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt…

Hier in Thailand kommt die Weihnachtsstimmung nicht so recht auf. Woran das liegt? Nun, eigentlich liegt es auf der Hand. Die warmen Temperaturen, die zum sonnenbaden am Strand einladen, ein Cocktail unter den Palmen. All das verbindet man nicht so mit Weihnachten. Auch findet man hier keinerlei weihnachtliche Dekoration. Es hat schon viel mit der Stimmung zu tun. In Deutschland bereiten wir uns immerhin den ganzen Advent auf Weihnachten vor. Wie schön es ist, jeden Tag ein Türchen des Adventskalenders zu öffnen und am Advent eine Kerze anzuzünden. Ich vermisse den Duft von Weihnachten, die kalte Luft, die Dunkelheit und, sich zu Hause bei einem Tee gemütlich in eine Decke zu kuscheln. Hier drehe ich eher die Klimaanlage höher.

Um doch etwas in Weihnachtsstimmung zu gelangen, konnte ich meine Nachbarin überzeugen, bei ihr im Restaurant eine kleine Adventsfeier zu veranstalten. Wir waren eine kleine Runde von Freunden und Stammkunden. Es gab selbstgemachten Glühwein und Weihnachtsplätzchen (von Ikea 🙂 ). Als Highlight konnte ich ihnen Wichteln beibringen, das war in Spaß.

2016-12-22-18-25-51Wie erkläre ich den Thais Weihnachten?

Viele Thais kennen Weihnachten und die damit verbundenen Rituale überhaupt nicht. Wie auch? Sämtliche Feiertage in Deutschland sind christlicher Natur. Hier in Thailand, wo der Buddhismus oder auch Geisterglaube vorherrschend ist, setzt man sich damit nicht zwingend auseinander. Ich habe Ewigkeiten gebraucht, um Kerzen für einen Adventskranz zu finden. „Was ist Advent?“ wurde ich gefragt. Ich musste ganz weit ausholen, um die Bedeutung von Weihnachten und der vorweihnachtlichen Zeit zu erklären, warum wir Kerzen anzünden, was Glühwein ist, ob ich auch diese Plätzchen backen kann und wie Schnee schmeckt. Nur kurz dazu, den Kommentar mit dem gelben Schnee konnte ich mir nicht verkneifen. 🙂

Ihr seht, es ist nicht alles selbstverständlich, das lerne ich hier tagtäglich. Ich freue mich über interessierte Nachfragen seitens der Thais. In zwei Tagen ist Heilig Abend und ich weiß noch nicht, wo und wie ich diesen verbringe. Aber auch das ist typisch Thai. Ich lebe von Tag zu Tag.

Ich wünsche euch ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest. Trinkt einen Glühwein für mich mit, ja?

P.S.: Falls euch langweilig ist, hier noch ein kleines Rätsel:

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me, myself and (tha) i #2

englishthai

Dieses Dokument war eines der ersten, welches ich in die Hände gedrückt bekommen habe, mit den Worten: „Wäre gut, wenn du das lernst. Besonders die Zahlen sind wichtig“

„Ja klasse“ dachte ich, „ist ja wirklich hilfreich“. Nur, wie spricht man das aus?

Da ich in der Regenzeit ankam und hier noch nicht so viel los war, habe ich mich am Abend auf mein Bett gesetzt und angefangen die Zahlen zu lernen. Ich habe sie so oft wiederholt, bis ich schließlich bis 20 zählen konnte. Alles weitere ist dann auch keine große Kunst mehr. Aber da war ja immer noch das Problem mit der Aussprache. Ich wusste ja, dass es nicht so leicht ist. Immerhin gibt es für ein Wort fünf verschiedene Betonungen, selbstverständlich mit komplett unterschiedlichen Bedeutungen.

Am darauf folgenden Tag war ich unterwegs und habe mir den nächst besten Thai geschnappt und ihn gefragt, ob er mir bei der Aussprache helfen kann. Zu meinem Erstaunen erinnerte ich mich sogar noch an alle Zahlen. Anfangs lief es ganz gut. Aber irgendwann landete das Gespräch dann wohl unter der Gürtellinie, einfach nur, weil ich einen Buchstaben anders ausgesprochen habe. Seither meide ich die Zahl 7.


Warum ich überhaupt Thai lerne, wenn ich doch nur mit Touristen arbeite?

2016-11-28-13-06-32-kopieDie Kommunikation spielt als Tourguide eine ganz große Rolle. Sowohl für die Kunden als auch unter den eigenen Kollegen auf dem Boot. Die Captains und Bootboys sprechen leider kein Englisch. Die immer wiederkehrenden Entscheidungen, die unterwegs getroffen werden müssen, kann man nach einiger Zeit auch mit Handzeichen klären. Dennoch treten jeden Tag neue Situationen auf, da jeder Tag anders ist, mit neuen Menschen auf dem Boot. Deshalb bietet es sich an, ein wenig Thai zu lernen. Vor allem die Thais haben ihren Spaß dabei. Immerhin macht man sich dann mit den pantomimischen Kunststücken nicht mehr ganz so zum Deppen, wenn man ein paar Wörter Thai spricht. Vorausgesetzt man spricht es richtig aus. Das ist vermutlich auch eher selten der Fall. So oder so, es gibt immer jemanden, der Spaß hat! Mein Chef scherzt manchmal rum und möchte mich ein paar Tage auf der Insel lassen, damit ich mit den Schulkindern Thai lerne. Ich werde wohl nie in den Genuss dieses Privilegs kommen!